
12.03.26 –
Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen nimmt Stellung zu den jüngsten Veröffentlichungen der FDP und der FWG zum Kauf des Lindenhof-Areals. Während sich beide Gruppierungen nun das „Dagegensein“ als Alleinstellungsmerkmal zuschreiben, betonen die Grünen die strategische Bedeutung der Entscheidung, die mit breiter Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung getroffen wurde.
„Es ist bemerkenswert, wie plötzlich versucht wird, sich als einzige Kritiker des Kaufs darzustellen – obwohl die Fakten eine andere Sprache sprechen“, erklärt Daniela Fox, Vorsitzende der Grünen-Fraktion. „Alle nicht genannten Fraktionen haben dem Kauf seinerzeit zugestimmt, und das aus gutem Grund: Das Areal bietet uns Entwicklungsmöglichkeiten, die wir dringend brauchen.“
Das Lindenhof-Areal umfasst nicht nur das ehemalige Hotel, sondern auch dahinterliegende Grundstücke mit Wohnhäusern. Die Kaufsumme von 4,3 Millionen Euro bezieht sich auf das gesamte Gelände, nicht auf eine einzelne Immobilie. Die zustimmenden Fraktionen schätzten den Preis als marktgerecht ein – eine Einschätzung, die sich angesichts der stabilen Wertentwicklung bestätigt. Zudem generiert das Areal bereits Einnahmen durch Zwischennutzungen wie Gastronomie und Mieten für Apartments, was in der aktuellen Debatte oft unerwähnt bleibt.
„Wer mehr Wohnraum fordert – insbesondere für Senior:innen – und gleichzeitig die Innenstadt beleben will, kommt am Lindenhof nicht vorbei“, stellt Gerd Brücks, der Ko-Spitzenkandidat für die Kommunalwahl fest. „Hier haben wir die Chance, zentrale Flächen für lebendige Nutzungen zu entwickeln, die der gesamten Stadt zugutekommen.“
Die Grünen bekräftigen ihre Unterstützung für den Kauf und appellieren an die anderen Fraktionen, die Diskussion sachlich zu führen. „Es geht nicht um politische Spielchen, sondern um die Zukunft unserer Stadt.“